Gender Justice – Gender Equality statt Frauenförderung

Gender Justice – Gender Equality statt Frauenförderung

New Work, Digitalisierung, „War for talents“, Vereinbarkeit 4.0, Wegfall der Babyboomer-Generation und vor allem Gender Justice und Diversity sind Herausforderungen, die Unternehmen in den nächsten Jahren zu bewältigen haben.

Um für die Zukunft gewappnet zu sein, ist es wichtig, dass Organisationen ihre Belegschaft bestmöglich zusammenstellen – unabhängig von Geschlecht und Herkunft. Eine gesunde Diversität und die Identifikation der besten BewerberInnen und Talente haben darauf einen großen Einfluss.

Der Weg zur Wirklichkeit erfolgt über eine wissenschaftlich saubere Messung. Die bewahrt Unternehmen vor einem „Blindflug“ und sorgt frühzeitig für erfolgversprechende Maßnahmen.

Erfolgsfaktor I Lateral Culture Index (LCI®)

Nicht verschiedene Maßnahmen-Modellen sorgen für den Erfolg von Unternehmen, sondern die Veränderung ihrer Unternehmenskultur. Der von uns dafür entwickelte „Lateral Culture Index“ (LCI®) ermöglicht uns zu messen, wo Unternehmen bezüglich ihrer Management- und Unternehmenskultur stehen.

Gemeinsam überprüfen und messen wir, welche bisherigen Maßnahmen mit welcher Wirkung durchgeführt wurden, ob diese noch den aktuellen Forschungsstand widerspiegeln und wo Anpassungen notwendig sind.

Erfolgsfaktor II Organizational Justice Analysis (OJA)

Mit OJA messen wir den Gender Pay Gap in Unternehmen. Dabei geht es einerseits um die Messung der bekannten strukturellen Daten. Andererseits – und das ist der entscheidende Unterschied zu anderen Instrumenten – um den „unerklärbaren Rest“.

Die Lohndifferenz zwischen Männer und Frauen von 6 Prozent bzw. fast 14 Prozent bei Führungspositionen, die auch nach dem Herausrechnen von Faktoren wie Teilzeit, Arbeitsunterbrechungen etc. noch auftreten, ist „unerklärlich“ und wurde in bisherigen Messinstrumenten vernachlässigt.

Organizational Justice Theory untersucht die Wahrnehmung von Fairness hinsichtlich der Bewertung von Arbeitsleistung, bei Entscheidungsfindung sowie beim Umgang mit Menschen.

Strebt eine Organisation ernsthaft eine Geschlechtergerechtigkeit an, reicht eine Messung der quantitativen Daten sowie die Feststellung der jeweiligen Höhe des Gaps nicht aus. Vielmehr muss Ziel der späteren Kulturarbeit sein, Unternehmen für alle Stakeholder zu einem besseren Platz zu machen. Mit OJA können wir das!

Erfolgsfaktor III Kooperation mit Neu-Denkern

Unser Ziel ist, Gender Justice nachhaltig und fernab von „Pseudo-Maßnahmen“ in Organisationen zu etablieren und anhand von Zahlen und Fakten greifbar zu machen. Eine tragende Rolle wird dabei zum einen die Kulturveränderung in Unternehmen sein. Zum anderen die Zusammenarbeit mit Neu-Denkern aus Verbänden und Organisationen wie dem Fraunhofer Institut und dem ThinkTank FEMALE SHIFT aus Zürich.

Gender Equality statt Frauenförderung

Von Workshops über Coachings für Frauen bis hin zu familienfreundlichen Zertifikaten, die an Unternehmenstüren hängen – Organisationen haben bereits vieles auf den Weg gebracht.

Problematisch daran: Viele dieser Maßnahmen fördern aufgrund der Defizitorientierung die Ungleichheit. Unternehmen erreichen genau das Gegenteil von dem, was wichtig und notwendig ist.

Die Herausforderungen der neuen Arbeitswelt betreffen allerdings Männer und Frauen gleichermaßen – ein Miteinander ist also unumgänglich. Die Zukunft liegt daher nicht bei der Frauenförderung, sondern bei der Gender Equality.