Leistungen // Laterales Management

wettrennen um künstliche intelligenz

Vergangenes Jahr trat ein Computer gegen den weltbesten GO-Spieler an und schlug sich dabei beachtlich. Gelernt hatte der Computer das GO-Spielen, indem er gegen andere Computer spielte und sich so selbst optimierte.

Diese Form des Computerlernens nennt man KI (künstliche Intelligenz). In Deutschland gibt es seit 1988 das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI). Es unterhält Standorte in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen (mit der Außenstelle Osnabrück) und ein Projektbüro in Berlin. Auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien auf der Basis von Methoden der künstlichen Intelligenz ist das DFKI die führende wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung Deutschlands. Es engagiert sich in zahlreichen Gremien für den Wissenschafts- und Technologiestandort Deutschland und genießt weit über Deutschland hinaus ein hohes Ansehen in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Derzeit arbeiten dort 478 hochqualifizierte Wissenschaftler und 337 studentische Mitarbeiter aus mehr als 60 Nationen an 180 Forschungsprojekten. Es dient als Karrieresprungbrett für junge Wissenschaftler in Führungspositionen in der Industrie oder in die Selbstständigkeit durch Ausgründung von Unternehmen. Mehr als 98 Mitarbeiter wurden im Laufe der Jahre als Professorinnen und Professoren auf Lehrstühle an Universitäten und Hochschulen im In- und Ausland berufen.

DFKI eine echte Konkurrenz zum Silicon Valley

In der Wirtschaft ist derzeit ein Wettrennen zwischen Firmen mit vielen hektischen Übernahmen entbrannt: 2016 übernahm Intel das Start-up Nervana. Apple übernahm Turi, ein Unternehmen, das Apple bei dem Ausbau der KI unterstützen soll. Beide Unternehmen gelten jedoch in Branchenkreisen nicht als Spitze. Am weitesten sollen Google, Microsoft und Amazon mit der künstlichen Intelligenz – im englischen AI (artificial intelligence) – sein. Und auch VW widmet sich der KI, kooperiert mit dem DFKI und investiert in gemeinsame Projekte. Ziel: Eine sensorübergreifende Umgebungserfassung mit Kollisionserkennung und -vermeidung sowie das intuitive Steuern über Gesten.

Mit 42,5 Millionen Euro Drittmitteln ist das DFKI das größte Forschungszentrum auf dem Gebiet der KI – eine echte Konkurrenz zum Silicon Valley. Und wenn nun deutsche Großkonzerne hier einsteigen, dann beginnt eine neue Runde des digitalen Wettlaufs.