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neuer beruf data scientist

Die Menschheit produziert heute in zwei Tagen soviel Daten, wie sie es in der gesamten Geschichte bis zum Jahr 2003 getan hat. Diese gesamte Datenmenge verdoppelt sich alle zwei Jahre, so dass sie im Jahre 2020 bei 40.000 Exabyte (40 Millionen Gigabyte) liegen wird. Dann ist wahrscheinlich das Optimum der Datenverarbeitung erreicht und das Ende des Mooreschen Gesetzes gekommen.

Ein Exabyte hat die Speicherkapazität für 250 Millionen DVDs. In einer guten Stunde produziert die Menschheit so viele Daten wie derzeit in der US-amerikanischen Kongressbibliothek gelagert sind. Für Unternehmen bedeutet das, dass die Digitalisierung eine unglaubliche Informationsflut schafft. Menschen, die das bewältigen sollen werden den Schlagwörtern zugeordnet wie BIG DATA, SMART DATA, DATA MINING, DATA ENGENEERING, PREDICTIVE ANALYST oder eben DATA SCIENTIST. Die entsprechenden universitären Ausbildungsgänge sprießen wie Pilze nach dem Regen aus dem Boden.

Was macht ein Data Scientist?

Big Data ist ein Oberbegriff für Datenmengen, die zu groß, zu komplex, schnelllebig oder zu wenig strukturiert sind, um mit herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung erfolgreich für das Unternehmen ausgewertet werden zu können. Wenn alles mit allem vernetzt ist, dann sind alle Teile eigene Informationsquellen. Ein Kunde greift heute auf eine Bank zu mit Online-Banking, über den Fest-PC, das Smart-Phone, das Tablet und Kreditkarten. Alle Geräte produzieren Daten, die für das Kreditinstitut relevant sind. Diese Daten gilt es zu analysieren, zu ordnen und auszuwerten.

Nach einer Analyse braucht es in den USA in naher Zukunft 150.000 Menschen, die diese Tätigkeiten ausüben. Die Universität München bot 2015 erstmals einen entsprechenden Studiengang an, Mannheim und Darmstadt werden ab Sommersemester 2017 nachziehen.

Derzeit sind viele Unternehmen noch im Dunkelflug unterwegs. Es wird viel über Big Data gesprochen, jedoch wissen viele Manager nicht, wie viele und besonders relevante Daten die Organisation tatsächlich besitzt und wie sie sie erfolgreich nutzen kann. Organisationen werden wohl nicht warten können, bis in zwei bis drei Jahren Studienabgänger fit sind, sich an das Big Data-Thema zu machen. Da wird es schnellere, interne und externe Lösungen geben.