Leistungen // Laterales Management

gute zeiten
für berater

Kaum ein Unternehmen, eine Behörde oder ein Verband kommt ohne externe Beratungsleistung aus. Was auch die Verdopplung des Marktvolumens in Deutschland zeigt: 2005 von 13 Milliarden Euro auf 26 Milliarden Euro 2016 – mit noch immer steigender Tendenz. Und durch die digitale Revolution erwartet die Branche einen weiteren Schub. Große Veränderungen in der Wirtschaft bedeuten nämlich auch immer gute Zeiten für Berater.

Die führenden Köpfe in den Consultingunternehmen schaffen derzeit neue Beratungsangebote: Capability Center bei McKinsey, Lernfabriken von der Boston Consulting Group als Innovation Centerfor Operations und Spielfelder mit "Inspiration Days" von Roland Berger.

Datenbrillen und 3-D-Drucker sind nettes Klimbim

Höhepunkt solcher Veranstaltungen ist häufig das Arbeiten mit Datenbrillen: Mitarbeitern wird der nächste Arbeitsschritt simuliert – mit der Verheißung einer zukünftigen fehlerfreien Produktion. Und auch der 3-D-Drucker wird dabei nicht vergessen, sondern ausführlich vorgestellt. Dienen sollen diese Digitallabore als Kundenbindungsinstrumente. In den vergangenen zehn Jahren pilgerten zum Beispiel etwa 2.000 Kunden in die „Capability Center“ von McKinsey nach Darmstadt – um Beratungsbedarfe zu generieren und zukünftige Aufträge zu fixen. Dadurch rechnen sich die Investitionen. Die Datenbrillen und 3-D-Drucker sind dabei eher nettes Klimbim.

Parallel entwickeln Berater wie Roland Berger ganz neue Plattformen. Terra Numerata zum Beispiel ist eine Plattform, in der Berater mit digitalen Angeboten kooperieren und Firmen und Beratungsunternehmen gemeinsam an Problemlösungen arbeiten. Roland Berger hat dafür unter anderem Verträge mit dem Kreditkartenunternehmen Visa abgeschlossen. Umgesetzt haben die Spielfeld-Idee als Innovations-Hub beide gemeinsam. Die Grundidee: Laterale Entwicklungsarbeit auf Augenhöhe zwischen kreativen Einzelnen und Organisationen. „Make or buy” wird zu “make and share with the best”. Pitches werden nicht mehr durch Roland Berger alleine gewonnen, sondern durch Beratungsgemeinschaften.

Neue Felder finden

Kleine Beratungsunternehmen agieren so bereits erfolgreich seit 20 Jahren. Dass die Großen nun auch den Weg der Kooperation gehen zeigt, dass sich die Beratungsszene verändert. Seit Jahren funktioniert das Top-Geschäft der Branchenführer, die Strategieberatung, nicht mehr. Neue Felder müssen gefunden werden. Denn Kunden bevorzugen mittlerweile kleine Beratungsunternehmen mit Expertisen.

Die Denkwerkstatt für Manager hat sich hier vor zehn Jahren bereits als Experte für die Implementierung von selbstverantwortlichen Organisationsstrukturen positioniert. Mit unseren Denkwerkstätten zur Digitalisierung haben wir bereits sehr früh mit unseren Kunden innovative Zukunftsentwürfe und den notwendigen Kulturwandel diskutiert. Kooperationen mit anderen Beratungsunternehmen waren dabei immer Pflicht. Die Digitalisierung wirbelt also nun auch die Geschäftsmodelle der einst so privilegierten Berater durcheinander.