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Zahlen,
Daten,
Fakten 2

...Das Gesetz ist benannt nach einem der Gründer der Firma Intel, Gordon Moore . Er fand heraus, dass sich die Rechnerleistung ähnlich exponentiell erhöht wie viele dies aus dem Mathematikunterricht kennen: 

Man lege auf das erste Schachfeld links unten 1 Korn und verdopple das Korn auf dem nächsten Feld auf 2 und dann auf 4, 8,16,32,...usw.

So haben sich auch die Mengen an Daten, die heute durch Computer verarbeitet werden können, exponentiell vervielfacht. Jeder von uns kann heute mit seinem Smartphone mehr Daten verarbeiten als der NASA an Rechnerleistung für die Mondlandung mit Apollo 11 am 21. Juli 1969 zur Verfügung stand.

Um bei dem Schachfeldbeispiel zu bleiben, wir sind 2016 etwa bei Schachfeld 62 von 64 angekommen. 2020 ist wahrscheinlich das Optimum der Datenmenge erreicht und das Moore`sche Gesetz endet. Die Option zur Verarbeitung von Daten ist jedoch gigantisch. Die Menschheit produziert heute in zwei Tagen so viele Daten, wie sie es in der gesamten Geschichte bis zum Jahr 2003 getan hat. Diese gesamte Datenmenge verdoppelt sich alle zwei Jahre, so dass sie im Jahre 2020 bei 40.000 Exabyte (40 Millionen Gigabyte) liegen wird.1

Ein Exabyte hat die Speicherkapazität für 250 Millionen DVD`s. In der Zeit in der Sie diesen Artikel lesen, produziert die Menschheit fast so viele Daten, wie derzeit in der US-amerikanischen Kongressbibliothek gelagert sind.1

Diese Bibliothek ist eine der größten auf der Welt. Von der Kapazität der Datenspeicherung hängt die Geschwindigkeit eines Computers ab. Wenn Sie sich erinnern, wie lange es noch 2005 gedauert hat bis Sie einen Video vom Computer herunter geladen haben und wie schnell es heute funktioniert, dass Sie über Ihren Computer TV schauen können, dann liegt das an der Option der größeren Datenverarbeitung.

Nun stellt sich die Frage: Ist mit dem Ende des Moor`schen Gesetzes die Obergrenze der Datenspeicherung für Computer, die Menschen erfunden haben erreicht?​ Viele von Ihnen ahnen es schon. Die Antwort heißt: NEIN! Besonders in Asien experimentiert man heute schon mit sogenannten Quantencomputern. Quantentechnik macht Computer wahrscheinlich noch einmal millionenfach schneller. Diese Technik ist derzeit noch nicht rentabel, jedoch hat sie ein enormes wirtschaftliches Potential. Dieses Potential wird wahrscheinlich erst um das Jahr 2030 in eine neue Computergeneration Einzug halten. Wer einen Einblick in die Quantenmechanik hat, kennt Atome, Elektronen, Photonen und andere subatomare Teilchen. Dies haben die Fähigkeit, die man laut brand eins2 nur Heiligen zuspricht. Sie können an mehreren Orten gleichzeitig sein.

Damit Quantencomputer Technik funktionieren kann, muss jedoch das komplette Internet neu erfunden werden. Nach Expertenmeinung sei das kein Problem. Das hätte auch den Vorteil, dass in diesem Internet die Daten viel sicherer wären als heute.

Also es geht weiter voran mit der Entwicklung von noch schnelleren, leistungsfähigeren Computern in der Zukunft.

1 Tim Lieberecht, Business Romantiker, 2015, S.36

2 Brand eins, 4/2016, Der Quantensprung, S.28

Geschwill, Roland & Nieswandt, Martina, Laterales Management, Das Erfolgsprinzip für Unternehmen im digitalen Zeitalter, Springer 2016​