Leistungen // Laterales Management

digitalisierung: was wird 2017 bringen?

Der Vorstandsvorsitzende von VW würde sich lieber mit der digitalen Transformation auseinandersetzen als mit den Nachwirkungen des Dieselskandals. Ziel des Unternehmens ist nämlich, in wenigen Jahren die Nr. 1 bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb zu sein. Der Vorsitzende der Post sieht die Logistikbranche in wenigen Jahren digitalisiert. Roboter werden die Logistikzentren bevölkern und selbstfahrende LKW und Drohnen die Waren ausliefern. Der Umbau der Post sei dementsprechend aktuell das wichtigste Thema. Und auch die Telekom sieht das, schließlich ist die Digitalisierung ihr Geschäft.

Discounter digital

Und auch die Discounter stellen sich der Digitalisierung. Bei Rewe beispielsweise können Verbraucher bequem online einkaufen. Die Lebensmittel werden zum gleichen Preis wie im Laden pünktlich mit einem zweistündigen Zeitfenster an die Haustür gebracht. Der Rewe-Mitarbeiter ist freundlich, kommunikativ und hat einen Migrationshintergrund. Wir haben es ausprobiert: Es funktioniert!

Da überrascht es ein wenig, dass auch Lidl digitalisieren und diesen Service nun ebenfalls anbieten möchte. Während bei Rewe ein digitaler Einkauf ab 100 Euro keine Sonderzahlung auslöst, bleibt abzuwarten, wie ein Discounter das lösen wird.

Denkwerkstatt für Manager digital

Und auch wir stellen uns der Digitalisierung: Wir bloggen nämlich nicht nur über Digitalisierung und Kultur, wir haben auch entsprechend unser Beratungsangebot erweitert:

  1. Wir beraten Ausgründungen aus etablierten Unternehmen, so dass Start-ups auch tatsächlich gelingen. Denn es ist äußerst schwer, in traditionellen Organisationen eine Start-up-Kultur einzuführen. Wir plädieren daher für Ausgründungen, weil sie einfacher und schneller zu realisieren sind.

  2. Wir unterstützen Unternehmen mit unserem neuen Werkzeugkoffer für die digitale Transformation dabei, ihren Mitarbeitern die Dringlichkeit der digitalen Transformation sinnhaft zu vermitteln. Denn wer Leistung fordert, sollte Sinn vermitteln. Da gibt es neue Formen wie die im Silicon Valley besonders beliebten „Hackathons“ und zeitgemäße Mobilisierungsformen wie unsere Denkwerkstätten. Wer unsere bisherigen Veröffentlichungen kennt, weiß auch, dass wir gerne klassische Formen „Open Space“ oder „Zukunftskonferenzen“ in Transformationen einsetzen. Eine besondere Neuerung sind dabei Lernexperimente zur Achtsamkeit wie sie bei „Google Insights for Search“ durchgeführt werden.

  3. Der wachsende ökonomische Druck, der durch die Digitalisierung auf den Unternehmen lastet, scheint bei so manchen Vorgesetzten eine Rückkehr des anordnenden, dominanten Führungsstils hervorzurufen: In einer Langzeitstudie stellte die Wirtschaftsprofessorin Sonja Bischoff fest, dass 1998 noch 80 Prozent der Führungskräfte in ihrer Selbstwahrnehmung eher den kooperativen Führungsstil pflegten, zehn Jahre später aber nur noch die Hälfte. Im September 2016 bestätigt die Hochschule Niederrhein in einer umfassenden Studie dieses Ergebnisse: „Führung in Deutschland ist leider immer noch überwiegend traditionell direktiv“.

    Unternehmen investieren immer mehr Geld in Managementweiterbildungen und dennoch bewegt sich wenig. Unternehmen, die ihre digitale Zukunft gestalten möchten, brauchen eine veränderte Form des Managementtrainings. Die Qualifizierung muss heute Managementwerkzeuge für verschiedenste Führungsstile beinhalten: für das vertikale Führen (auch suprales Führen genannt), für das horizontale (wir bevorzugen den Ausdruck laterales Führen, auf Augenhöhe) sowie für das Führen von unten. Unsere Partnerunternehmen gehen hier mit uns neue, erfolgreiche Wege.

  4. Besonders spannend sind dabei die Projekte, die wir zur Zeit mit Human Resources-Spezialisten zu „Blended Learning“ und „chief culture officer“ (CCO) durchführen.

2017 wird sehr spannend – wir freuen uns darauf!