Teamentwicklung
Die 10 Erfolgsfaktoren
Gruppengröße
Von Gruppen wird ab 3 Mitgliedern gesprochen. Die ideale Gruppengröße für Kommunikation und Vertrauensbildung sind 6 Personen. Ab 11 Personen braucht eine Gruppe eine formale Regelkommunikation um erfolgreich zu sein.
Gemeinsame Zielsetzung
In der Literatur findet sich zurecht dieser Punkt als wesentlich für den Erfolg von Teams. Gemeinsame Ziele halten Gruppen zusammen. Mitarbeiter geben in der Gruppenarbeit häufig einen Teil ihrer Individualität zu Gunsten einer Gruppenidentität auf und benötigen hierfür eine starke Motivation!
Heterogenität, Integration
Hinter diesen Begriffen stehen die Fragen nach der Gruppenzugehörigkeit und Gruppenidentität: Was macht unsere Gruppe aus? Wie viel Unterschiedlichkeit lässt eine Gruppe zu bzw. welche Personen und Meinungen kann eine Gruppe zulassen und was verstößt gegen Konventionen. Es hängt stark von der Komplexität der Aufgabe ab, ob stark heterogene Gruppen Erfolg haben. Generell gilt, desto mehr Homogenität, desto weniger Konflikte in Gruppen.
Formelle und informelle Hierarchie
Je größer Organisationen sind, desto mehr formale Verständigung und formelle Hierarchie sind notwendig. Dies gilt ebenfalls für Gruppen. In kleinen Gruppen gibt es neben einer offiziellen Hierarchie häufig eine informelle. Festinger erforschte sogenannte soziale Vergleichsprozesse, was bedeutet, dass Gruppenmitglieder immer nach einem für sie geeigneten Platz in der Hierarchie einer Gruppe suchen. Teams sind dann stark, wenn die formelle und informelle Hierarchie deckungsgleich ist. In diesem Zusammenhang ist auch wichtig, welche Rolle der Teamleiter spielen soll. In Unternehmen gibt es hier sehr
unterschiedliche Modelle in der Gruppenarbeit (Teamleiter mit und ohne Direktionsrecht, Moderatoren, Teamsprecher als prima/us inter pares und weitere)
Normen, Glaubenssätze, kognitive Dissonanz
Erfolgreiche Teams verfügen über gemeinsame Normen und Glaubenssätze (z.B. wir sind ein Dreamteam) und gleichzeitig unterscheiden sie sich von anderen Gruppen (kognitive Dissonanz). Je stärker diese Glaubenssätze in der Gruppe geteilt werden, desto stärker wird auch der Zusammenhalt erlebt und sich die Leistung der Gruppe entwickeln.
Autonomie, Grenzen
Besonders der KVP - Prozess hat in vielen Unternehmen gezeigt, dass Gruppeninitiativen wissen müssen, was ihre Aufgabe ist, was sie bewirken können mit ihren Vorschlägen und wo die Grenzen ihrer Initiativen sind. Sofern Gruppen dies nicht wissen werden sie häufig entweder ohn- oder allmächtig.
Flexibilität, Stabilität
Während KVP - Gruppen in der täglichen Arbeit zusammenarbeiten treffen sich Mitarbeiter in Qualitätszirkeln aus unterschiedlichen Bereichen und mit unterschiedlichen Qualifikationen nur wenige Male mit dem Ziel der Problemlösung. Jede Gruppe muss für sich definieren, wie viel Flexibilität und wie viel Stabilität sie benötigt um ihre Aufgabe erfolgreich zu erfüllen.
Vertrauen, Offenheit
Eine unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiche Gruppen ist der vertrauensvolle Umgang mit beruflichen und persönlichen Informationen und einer offenen, klaren Verständigung.
Teamklima: Anerkennung und Abwertung
Nach Schulz von Thun (Miteinander reden, 2004) sind Teams dann erfolgreich, wenn sie in der Lage sind sich selbst zu motivieren und auch in schwierigen Teamphasen ein Empowerment zu gewährleisten. Solche Teams sind besonders in der Lage Erfolge zu feiern und sich darüber zu motivieren.
Konfliktregulation und Entscheidungsfindung
Zu einer erfolgreichen Verständigung gehört auch, dass in Teams schwierige Themen angesprochen und gelöst werden können. In Gruppen gibt es immer wieder das Phänomen der sozialen Erwünschtheit beim Vertreten eigener Standpunkte oder des System- oder Autoritätskonformismus. Erfolgreiche Gruppen haben eine konstruktive Streitkultur, die Konformismus vermeidet.
